Clipping-OP am 19.11.2002

Die Op dauerte ca. 5 Stunden und wurde in der Uniklinik Mainz durchgeführt. Operateur war Prof. Dr. Percezky!

 

Es wurde mittels einem supraorbitalen Zugang mit Schnitt in der rechten Augenbraue ein Aneurysma an der Carotis Interna links geclippt sowie ein Aneurysma an der Ophtalmica links gewrappt.

Anatomie unter diesem Link: http://www.susanne-fedeler.de/look.html

Hier eine Ilustration dazu, hier geht es um ein Menigiom:

 

Bilder nach der OP:

am 20.02.2002 kurz nachdem ich von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt wurde

am 22.02.2003, drei Tage nach der OP, ums Auge wird es bunter ;-)

am 25.11.2002, der dicke Verband ist ab

am 26.11.2002, die Kruste muss von selbst abfallen ;-), muss ehrlich gestehen, meine Augenbraue roch nicht wirklich gut ;-)

  Das Angiographiebild im Januar 2003, beim Klick auf das Bild öffnet sich ein separates Fenster und es ist in Grossaufnahme zu sehen. Schön zu erkennen der Clip und links nebenan das gecoilte Aneurysma, weiter oben rechts ein Teil des Knochendeckels, der mit Titan wieder befestigt wurde.

 

Bei der OP verlor ich Liquor (Hirnwasser) durch die Nase, die Stelle wurde inoperativ durch Gewebe abgedichtet und zur Entlastung wurde eine Liquordrainage gelegt. Bei mir wurde sie im Rückenmark gelegt und Liquor für mehrere Tage abgeleitet, um den Druck auf dieses "Leck" zu verringern. Das ganze wurde dann per CT kontrolliert. Am Anfang war super viel Luft im Kopf, später weniger. Die Drainage muss immer auf Kopfhöhe sein, wenn man aufsteht, wird sie abgedreht. Geht zuviel Liquor ab, geht es einem sehr schlecht, hatte das im Krankenhaus. Bei der Entlassung fühlte ich mich ganz gut, so das ich dachte, kein Problem mit Taxi als Krankentransport nach Hause zu fahren. Während der Fahrt ging es mir allerdings immer schlechter. Bis zum Reha-Beginn war ich eine Woche zuhause bei meinen Eltern und war "sterbenskrank". Ich litt wohl an Liquordruckunterschieden, die immense Schmerzen verursachen, das waren mit die schlimmsten Schmerzen meines Lebens. In der 5-wöchigen Reha wurde es dann besser, dort machte ich jeden Tag auch Übungen, um die Konzentration usw. zu testen. Im Januar 2003 war ich zur Kontrollangiographie in Mainz und habe erst da gesehen, das der Knochendeckel mit Titan befestigt wurde. Und zwar kann man den fühlen an der rechten Stirnseite und auch sehen, wo er sich befindet, da dort die Stelle "eingedellt" ist. Nach der OP konnte ich keine SMS schreiben, sprach sehr langsam und im nachhinein weiß ich gar nicht mal, das meine Eltern mich in Mainz besucht haben.

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Auf Deutsch: Ich hatte eine Hirn-Op, was ist deine Entschuldigung?   Grins